Verein Jugendarbeit Wetzikon (VJW)

Street-Fight

Gewaltprävention mittels Kampfsport

Ausgangslage:

Gewalt ist eine Verhaltensform von Jugendlichen, die für sie selbst und für ihre Umwelt destruktiv ist und positive Entwicklungen blockiert. Nach unserer Erfahrung wollen Jungendliche nicht gewalttätig sein, doch sie wollen auf vieles, was sie bisher mit Gewalt zu erreichen versuchten, nicht verzichten.
Der Verein Jugendarbeit Wetzikon ist Träger dieses Pilotprojektes.
Wir vom Verein Jugendarbeit Wetzikon haben viel mit Jugendlichen zu tun, die aus finanziell schwachen und aus Migranten Familien kommen. Viele der Jugendlichen bringen eine hohe Gewaltbereitschaft mit. Wir sehen einen Bedarf an der Förderung von Fähigkeiten um diese Gewaltbereitschaft entgegenzuwirken.

Ziel (Soll-Zustand):

Wichtige Entwicklungsanregungen, die wir Jungen über das Training vermitteln können, sind insbesondere:
Ein positiver Umgang mit männlicher Kraft und Aggression.
Die Jugendlichen lernen zu kämpfen ohne Verletzungen, mit Fairness, mit ganzer Kraft und ohne Verlierer. Sie lernen der eigenen Grenzen und die Grenzen der anderen kennen und erleben ihren Körper.
Eine Stärkung des Selbstvertrauens und Handlungsfähigkeit.
Die Jugendlichen lernen im Training alternatives Verhalten, werden handlungsfähig und stellen sich wach und angemessen der Herausforderung. Statt gelähmt vor Angst nicht zu reagieren lernen sie Deeskalationstechniken und sich selber zu verteidigen.
Eine Auseinandersetzung mit eigenen Gefühlen.
Mit dem Training können Themen wie Selbstachtung, drohende Beschämung, Gesichtsverlust und Ehre, die für Jugendliche eine zentrale Rolle spielen, bearbeitet werden.
Sie reflektieren ihr eigenes Verhalten.
Die Erfahrung von bisher wenig beachteten Werten.
Die Jugendlichen können erkennen, dass Kooperation, Rücksicht und Respekt Eigenschaften sind, die für Freundschaft und im alltäglichen Leben wichtig sind.

Neben dem Sport stehen auch andere wichtige Themen im Vordergrund z.B. familiäre Probleme, Rassismus, Intoleranz, Armut, Gewalt und Sucht. Die Jugendlichen sollen sich wohl fühlen und über ihre Probleme während dem Training sprechen können.

Instrument:

Der Verein Jugendarbeit Wetzikon übernimmt die Trägerschaft für dieses Projekt. Projektleiter ist Fatmir Blakaj. Die Jugendlichen werden in die Planung des Projektes miteinbezogen, sie sind aufgefordert mitzudenken und mitzuhelfen. Zielgruppe sind Jugendliche aus Wetzikon im Alter zwischen 15 und 18 Jahren. Das Training ist offen für alle. Der Glaube und die Nationalität spielen keine Rolle. Wichtig ist, dass die teilnehmenden Jugendlichen interessiert am Projekt und verbindlich mit dabei sind.

Trainingsablauf:

Die Abende werden im Vornherein geplant und werden von der Leitung ausgewertet und dokumentiert.

Umfeld:

Das Training findet in den Räumen der VJW statt. Die Zeiten sind jeweils am Montag von 20.00 bis 22.30 Uhr. Das Training wird durch den Projektleiter geleitet. Für das Training braucht es eine vollständige Ausrüstung d.h. Boxhandschuhe, weitere Boxsäcke, Bodenmatten usw. Finanziell fallen sonst keine weiteren Kosten an, nur die Beschaffung der Ausrüstung oder später die Ersetzung kaputter Ausrüstung. Der personelle Aufwand liegt wöchentlich ca. bei 3.5 Stunden, wobei in der Aufbauphase mit mehr Zeitaufwand gerechnet werden muss.

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